17. April bis zum 2. Mai 2010

Azaleen - leuchtende Edelsteine, die in die Sterne schauen
Azaleenschau im Landschloß Pirna - Zuschendorf

Übersetzt man das Wort "azaleos" aus dem Griechischen, erhalten wir die deutschen Worte "trocken", "hart" und "dürr" zur Kennzeichnung der chinesischen Felsensträucher. Soll das wirklich die Azaleen charakterisieren?

Gemeint ist das Blatt der Pflanze, nicht die Blüte. Diese ist von unglaublicher Leuchtkraft, ob rosa, rot, orange, weiß oder violett. Der Betrachter nimmt oft nur die reiche Blütenfülle als Gesamtheit wahr. Es lohnt aber der Mühe, auch die Einzelblüte genauer anzuschauen. Da gibt es dunkle, oft interessant gezeichnete Schlünde, die uns in das Innere der Blüte ziehen. Aus der Tiefe strecken sich, einem festlichen Feuerwerk gleich, die zarten Staubgefäße entgegen.

Die Blütenränder, gewellt wie ein wogendes Meer, oder auch völlig glatt, haben oft ein anderes Farbspiel. Manche Blüten sehen aus, als wären zwei Glocken oder Röcke übereinandergestülpt. Der Gärtner nennt das doppelkronig und spricht auch vom 'Hexe' - Typ. Gemeint ist hier eine alte Sorte von 1888, aus der eine Vielzahl neuer Sorten mit Doppelkronigkeit entstanden ist.

Gönnen wir uns die Muße; würdigen wir die Wunderwelt der Blüten und nehmen uns ein wenig Zeit für sie. Genau dies tun zwei Damen, plaziert unter dem Kronleuchter, wie unter einem Sternenhimmel, inmitten des Festsaales des Zuschendorfer Landschlosses. Bei einem Tässchen Kaffee genießen sie ihren prächtigen Azaleengarten.

Die Zuschendorfer Sammlung ist inzwischen auf 360 Sorten angewachsen und illustriert 160 Jahre Züchtungsgeschichte dieser Pflanzenart. In den barocken Festräumen des Landschlosses werden die Pflanzen vom 17. April bis zum 2. Mai präsentiert.

Geöffnet ist:
Di - Fr 10.00 - 18.00 Uhr
Sa, So und Feiertags 10.00 - 17.00 Uhr

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